Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen finden Sie unter den Rechtliche Hinweise Link. Rechtliche Hinweise
Sozialpolitische Studienreihe

Zusammenfassung

Der vorliegende „Tabellenband EU-SILC 2008 Einkommen, Armut und Lebensbedingungen“ umfasst ausführliche Tabellen zur Erhebung EU-SILC 2008 einschließlich Erläuterungen und Definitionen zu den Auswertungsvariablen. Dieser erscheint als Ergänzung zum Ergebnisbericht „Einkommen, Armut und Lebensbedingungen. Ergebnisse aus EU-SILC 2008“, Band 2 der „Sozialpolitischen Studienreihe“ des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK). Der Bericht setzt die jährliche Veröffentlichung zur Erhebung EU-SILC fort und stellt zentrale Ergebnisse zu Einkommen, Armutsgefährdung und Lebensbedingungen österreichischer Privathaushalte dar.

EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions) ist eine Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen von Privathaushalten in Europa und bildet eine wichtige Grundlage für die Europäische Sozialstatistik. Zentrale Themen sind Einkommen, Beschäftigung und Wohnen sowie subjektive Fragen zu Gesundheit und finanzieller Lage, die es erlauben, die Lebenssituation von Menschen in Privathaushalten abzubilden. EU-SILC ist auch die zentrale Quelle zur Erhebung der vom Europäischen Rat verabschiedeten Indikatoren zur Messung von Armut und sozialer Eingliederung (vormals bekannt als Laeken-Indikatoren). Diese Indikatoren ermöglichen ein Monitoring von Fortschritten bei der Verringerung von Armut und sollen das Verständnis von Armut und sozialer Ausgrenzung im europäischen Rahmen verbessern sowie den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsländern fördern. EU-Verordnungen bilden die rechtliche Grundlage für die Erhebung, die im Jahr 2008 erstmals zu 100% vom BMASK finanziert wurde, nachdem der Finanzierungsbeitrag Eurostats zur Einführung der Maßnahme mit 2007 ausgelaufen ist.

In Österreich wurde EU-SILC erstmals 2003 als einmalige Querschnittserhebung von Statistik Austria durchgeführt. Im Jahr 2004 begann eine integrierte Längs- und Querschnittserhebung – das heißt jeweils rund drei Viertel der Haushalte werden auch im Folgejahr wieder befragt, ein Viertel der Stichprobe kommt jährlich neu hinzu. Ergebnisse werden seitdem jährlich in Form eines Berichts sowie als Artikel zu Schwerpunktthemen in den Statistischen Nachrichten publiziert. Zudem werden die anonymisierten Mikrodaten gegen eine geringe Nutzungsgebühr an interessierte Forscherinnen und Forscher abgegeben und als standardisierter Datensatz (SDS, die Hälfte der Stichprobe) auch kostenlos zu Lehrzwecken zur Verfügung gestellt.

Die Tabellen berichten über die Lebensbedingungen von hochgerechnet 8.242.523 Personen in Privathaushalten in Österreich. 2008 wurden insgesamt 5.711 Haushalte befragt, in denen insgesamt 13.631 Personen lebten. Für 10.955 Personen, die mindestens 16 Jahre alt, wurde ein Personenfragebogen ausgefüllt.

In Ergänzung zur jährlichen Publikation erscheint ein Bericht zu „Methoden und Vergleiche zu Einkommen, Armut und Lebensbedingungen EU-SILC 2008“, der alle methodischen Aspekte der Erhebung EU-SILC 2008 beleuchtet. Er bietet umfassende Informationen zu Stichprobe und Gewichtung sowie Datenaufbereitungsverfahren, stellt Veränderungen zu Vorjahreserhebungen dar und prüft die Vergleichbarkeit mit anderen Statistiken.

EU-SILC ist eine für Österreich repräsentative Stichprobenerhebung – je kleiner die untersuchten Gruppen desto ungenauer sind die auf die Grundgesamtheit hochgerechneten Werte. Dies betrifft auch die Ergebnisse für Bundesländer. Aufgrund der starken Nachfrage nach regionalisierten Ergebnissen werden diese Ergebnisse auch im diesjährigen Tabellenband veröffentlicht, auf die gebotene Vorsicht bei der Interpretation muss jedoch ausdrücklich hingewiesen werden. Mitunter sehr deutliche Unterschiede zum Vorjahr sind in Hinblick auf die statistische Schwankungsbreiten in der Regel nicht signifikant. Schwankungsbreiten zu Armutsgefährdung, Bundesländer und Eingliederungsindikatoren können dem Ergebnisbericht entnommen werden.

Artikel weiterempfehlen