Sozialpolitische Studienreihe

Zusammenfassung Studie WIFO

Mit 1. Mai 2011 erhielten Staatsangehörige der 8 Mittel- und Osteuropäischen EU 8-Länder, die der europäischen Union am 1. Mai 2004 beitraten (die EU 8-Länder), uneingeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Für Österreich war dies nach dem EWR-/EU-Beitritt und der damit verbundenen Reduzierung des Personenkreises bewilligungspflichtig beschäftigter AusländerInnen auf Drittstaatsangehörige bzw. Personen oder Tätigkeiten, die nicht vom Geltungsbereich des Ausländerbeschäftigungsgesetzes ausgenommen sind, eine weitere große Änderung im Zuwanderungsregime, da dadurch die Arbeitsaufnahme einer Zuwanderungsgruppe, die zuletzt laut Wanderungsstatistik rund 15% der Gesamtzuwanderung nach Österreich ausmachte, vollkommen liberalisiert wurde und überdies Prognosen davon ausgingen, dass dieser Anteil nach der vollkommenen Liberalisierung noch steigen wird.

Ziel des vorliegenden Projektes ist es das Ausmaß der Zuwanderung seit dem 1. Mai 2011 abzuschätzen und die dadurch möglicherweise verursachten Arbeitsmarktprobleme zu untersuchen. Besonderes Augenmerk wird dabei – neben dem Niveau der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte aus den EU 8-Ländern auf den österreichischen Arbeitsmarkt – der Veränderung ihrer Struktur (hinsichtlich regionaler und sektoraler, selbständiger und unselbständiger Beschäftigung) gewidmet. Außerdem werden auch mögliche personengruppenspezifische (z.B. Geschlecht, Nationalität, Alter) sowie regional und sektoral differenzierte Auswirkungen der Zuwanderung untersucht.